Den einen Instagram-Algorithmus gibt es nicht. Feed, Stories, Reels und Entdecken werden jeweils von eigenen Systemen sortiert, die auf unterschiedliche Signale achten. Hier steht, was Instagram selbst darüber gesagt hat, welche verbreiteten Annahmen nicht stimmen und was du daraus für dein Profil ableiten kannst.
Von der IGFollowerKaufen-Redaktion · Stand: Oktober 2026
Worauf dieser Text beruht
Auf öffentlichen Erklärungen von Instagram: Beiträgen im Instagram-Blog, dem Hilfebereich und Aussagen von Instagram-Chef Adam Mosseri. Genaue Gewichtungen oder Formeln veröffentlicht Instagram nicht. Wer dir „das geheime Algorithmus-Update“ verkauft, rät.
Instagram hat mehrfach erklärt, dass jeder Bereich der App sein eigenes Ranking hat, weil Menschen ihn unterschiedlich nutzen. In den Stories willst du sehen, was deine Freunde gerade machen. Im Entdecken-Bereich suchst du Neues. Bei Reels willst du unterhalten werden. Für jeden dieser Zwecke sortiert ein eigenes System die Inhalte, mit eigenen Schwerpunkten.
Allen gemeinsam ist das Grundprinzip: Instagram sammelt zuerst alle Inhalte, die infrage kommen, und schätzt dann für jeden einzelnen, wie wahrscheinlich es ist, dass du damit etwas tust, zum Beispiel ihn ansiehst, likst, kommentierst, speicherst, teilst oder auf das Profil tippst. Was die höchsten Werte bekommt, landet oben.
Instagram fasst die Informationen, die in diese Schätzungen einfließen, in vier Gruppen zusammen:
Wichtig daran: Fast alle Signale drehen sich um Verhalten. Die Followerzahl eines Kontos taucht in Instagrams Erklärungen nicht als eigenes Ranking-Signal auf. Entscheidend ist, wie Menschen auf Inhalte reagieren.
Im Feed siehst du eine Mischung aus Beiträgen von Konten, denen du folgst, und Empfehlungen von Konten, denen du nicht folgst. Für die Beiträge deiner abonnierten Konten spielt die Beziehung eine große Rolle: Wem du oft Likes gibst, wessen Beiträge du kommentierst oder wem du schreibst, dessen Beiträge siehst du weiter oben.
Wenn du lieber chronologisch scrollst, kannst du das: Tipp oben auf das Instagram-Logo und wähl „Gefolgt“ oder „Favoriten“. Dann siehst du nur Beiträge von Konten, denen du folgst, in zeitlicher Reihenfolge.
Stories kommen fast nur von Konten, denen du folgst. Die Reihenfolge oben in der Leiste richtet sich vor allem danach, wessen Stories du regelmäßig ansiehst, auf wessen Stories du reagierst oder antwortest und wie eng ihr sonst verbunden seid. Für dich als Creator heißt das: Wer auf deine Stories antwortet, an Umfragen teilnimmt oder Sticker nutzt, bekommt deine Stories eher weiter vorn angezeigt.
Reels werden zu einem großen Teil Menschen gezeigt, die dir noch nicht folgen. Instagram hat erklärt, dass dafür vor allem geschätzt wird, ob jemand ein Reel bis zum Ende ansieht, es likt, es weiterschickt oder sich das verwendete Audio ansieht. Mosseri hat in diesem Zusammenhang sinngemäß die Wiedergabezeit, das Verhältnis von Likes zur Reichweite und das Weiterschicken an andere als besonders wichtige Signale bezeichnet.
Außerdem hat Instagram angekündigt, Originalinhalte gegenüber reinen Reposts zu bevorzugen. Wer fremde Videos nur neu hochlädt, soll in den Empfehlungen nicht die Reichweite des ursprünglichen Creators bekommen. Auch Videos mit sichtbaren Wasserzeichen anderer Apps oder in schlechter Qualität werden laut Instagram seltener empfohlen.
Der Entdecken-Bereich zeigt fast ausschließlich Inhalte von Konten, denen du nicht folgst. Instagram schaut dort besonders darauf, wie beliebt ein Beitrag gerade ist, also wie viele Menschen wie schnell liken, kommentieren, teilen und speichern, und wie gut er zu dem passt, womit du dich bisher beschäftigt hast. Wenn du oft Kochvideos speicherst, siehst du dort mehr Kochvideos.
Instagram unterscheidet zwischen Inhalten, die gegen die Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen und gelöscht werden, und Inhalten, die zwar erlaubt sind, aber nicht empfohlen werden. Zur zweiten Gruppe gehören laut Instagrams Empfehlungsrichtlinien zum Beispiel grenzwertige oder anstößige Inhalte, irreführende Inhalte und Inhalte von geringer Qualität. Konten, die wiederholt gegen Regeln verstoßen, können insgesamt aus den Empfehlungen herausfallen.
Das ist auch die Antwort auf die Frage nach dem „Shadowban“. Instagram hat erklärt, dass Konten nicht heimlich unsichtbar gemacht werden. Es kann aber passieren, dass deine Inhalte Nicht-Followern nicht empfohlen werden. Ob das so ist, siehst du in den Einstellungen unter „Kontostatus“. Dort zeigt Instagram an, ob dein Konto gerade für Empfehlungen infrage kommt und welche Inhalte das gegebenenfalls verhindern.
Aus den Signalen, die Instagram nennt, lassen sich ein paar praktische Regeln ableiten. Mehr allgemeine Wachstumstipps stehen in Mehr Instagram Follower bekommen.
Der Algorithmus wirkt auch in die andere Richtung: Er bestimmt, was du selbst siehst. Wenn dir dein Feed nicht mehr gefällt, hast du mehrere Möglichkeiten:
Instagram sortiert nach Verhalten: Was Menschen ansehen, speichern, weiterschicken und kommentieren, wird häufiger gezeigt. Die Followerzahl ist dabei kein direktes Signal, die Beziehung zu deinem Publikum und die Qualität deiner Inhalte sind es. Wer das verstanden hat, braucht keine Geheimtipps, sondern Inhalte, auf die Menschen reagieren wollen, und einen Blick in die eigenen Statistiken.